Kirchenmusikalische Übung

Kirchen-Musik für Theologen? - nicht nur, aber in erster Linie!

„Kirchenmusikalische Übung” - eine Übung für Spezialisten? - mitnichten!

  • Alle, die sich beruflich der Verkündigung des Evangeliums verschreiben - also auch Lehramtstudierende -, leihen ihm ihre eigene Stimme.
  • Gefeierter Glaube wird seit jeher hörbar in Musik, ist sie doch nach Rainer Maria Rilke die „Sprache wo Sprachen enden”.

Die Übung bietet ein Forum, in dem Ungeübte mit Erfahreneren anhand unterschiedlichster Beispiele in einen Austausch über die Möglichkeiten und Grenzen dieser Sprache im Kontext der Liturgie treten. Dabei lernten schon manch vermeintlich „Unmusikalische” - ganz nebenbei - den Umgang mit der eigenen Sing-Stimme, oder sich in einem mehrstimmigen Chor zurechtzufinden. Einige sind zu begeisterten „Vigil-Sängern” geworden - einst unvorstellbar!!

Manche dieser in die Jahre gekommenen „Jungstudenten” sind gerade der Übung / Uni entwachsen. Es ist also Platz für Nachwuchs - für Sie!

Veranstaltung im SoSe 2018:

„Gemeinde-Gesang im Gottesdienst. Entwicklungen und Formen am Beispiel des GL-MZ"

Lehrende:      Mechthild Bitsch-Molitor

Termin/HS:    Di 18:00-19:30 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben

Bestandteil der Übung ist die Teilnahme am liturgie-musikalischen Studientag am Samstag, 26.05.2018.

Inhalt:

 

Seit 4 Jahren ist in den Gemeinden das neue GOTTESLOB im Gebrauch. Einen Hauptteil des Gebet- und Gesangbuchs machen die Gesänge aus. Die Beteiligung der Gemeinde an der Liturgie geschieht in großem Maße singend.

Der Streifzug durch die verschiedenen Ansätze der Erneuerung des Singe-Repertoires führt uns zu verschiedenen Gattungen:

  • Die Lieder entstammen unterschiedlichen Jahrhunderten. Sie gehören diversen Liedformen an. Sie haben teils eine bewegte Melodiegeschichte. Welche neuen Lieder finden wir? Welche Themen behandeln sie?
  • Die Palette an psalmodischen Formen ist stark erweitert: Welche liturgischen, pastoralen Möglichkeiten eröffnen sich im gemeinsamen Kantillieren?
  • Dazu finden sich weitere musikalische Elemente unterschiedlicher Herkunft und Form: Kanones, Antiphonen, orthodoxe Gesänge, mehrstimmige, fremdsprachige Stücke, etwa aus Taizé, aber auch aus der englischen oder niederländischen Tradition.

Die Übung lädt dazu ein, das GOTTESLOB als liturgisches Rollenbuch für die Gemeinde vor allem singend zu erkunden und an den Beispielen liturgische Möglichkeiten für Gemeinde und Gruppen zu erschließen.

Die Übung korrespondiert mit dem Seminar „‚Steig in das Boot, sagst du‘. Der Mainzer Eigenteil des Gotteslob (2013) und die Mainzer Gesangbuchtradition“ von Prof. Franz. Beide Lehrveranstaltungen finden ihren Abschluss am gemeinsamen „liturgie-musikalischen Studientag“ im Priesterseminar: Samstag, 26.05.2018, 9:30–17 Uhr.

Für weitere liturgie-musikalische Angebote beachten Sie bitte auch die Aushänge an unserem am Schwarzen Brett.