Wir sind stolz darauf, Teil dieses großen Projektes gewesen zu sein: Bei der Entscheidungsfindung, welche Liedfassung in das neue Gesangbuch kommen sollte, konnte auf von uns erstellte Lieddossiers zurückgegiffen werden. Nach der 2013 erfolgten Publikation des aktuellen katholischen Gesangbuch „Gotteslob“ wurden wir zudem damit beautragt, die Lieder des Stammteils (inkl. einiger Lieder aus dem Kölner Eigenteil) und des Mainzer Eigenteils in zwei umfassenden Büchern für eine breitere Öffentlichkeit zu erschliessen.

Projektleiter: Prof. Dr. Ansgar Franz, Prof. Dr. Hermann Kurzke

MitarbeiterInnen: Andrea Ackermann, Dr. Siri Fuhrmann, Dr. Anne Harzer, Marle Kurzke, Karsten Lorek, Dr. Andrea Neuhaus, Ute Nürnberg, Dr. Christiane Schäfer, Dr. Andreas Scheidgen, Nina Schlüter, Frank Wittmer, Alexander Zerfaß

Förderung:
Katholische Bibelanstalt Stuttgart: 2006-2009
Stiftung St. Gregorius zur Förderung der Kirchenmusik in Aachen: 2009

Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Ansgar Franz, Prof. Dr. Hermann Kurzke, Dr. Christiane Schäfer

MitarbeiterInnen: Dipl.-Theol. Andrea Ackermann, Dr. Anne Harzer; Sabrina Niederelz, Stefanie Katz, Hannah Hassanein, Julia Rettinghaus, Maximilian Künster

Förderung durch das Erzbistum Köln: 2013-2016

Projektleiter: Prof. Dr. Ansgar Franz, Dr. Christiane Schäfer, Mechthild Bitsch-Molitor

Mitarbeiterin: Dr. Anne Harzer

Förderung durch das Bistum Mainz: 2028-2020

Auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung des Erzbistums Köln begannen 2013 die Arbeiten an einem groß angelegten Kommentarwerk, in dem alle „echten“ Lieder aus dem Stammteil des neuen Gotteslob inkl. einiger Lieder aus dem Kölner Eigenteil in aller Ausführlichkeit vorgestellt werden sollten – sowohl wissenschaftlich fundiert, als auch für Nicht-Fachleute spannend zu lesen.

Mainz diente als Zentrale des Projekts, hier wurde zu jedem einzelnen Lied ein umfangreiches Materialpaket „geschnürt“ mit allen gesammelten Informationen, das an die Autoren geschickt wurde, die die Informationen in abwechslungsreiche Abhandlungen verwandelten.

2017 erschien der voluminöse Band „Die Lieder des Gotteslob. Geschichte – Liturgie – Kultur“ (s.u.), der 2024 in einer zweiten Auflage erscheinen wird.

In Fortführung des Kommentarwerks zu den Stammteilliedern begannen 2018 die Arbeiten an dem nächsten großen Kommentarband, der diesmal die Lieder des Mainzer Eigenteils des „Gotteslob“ (2013) textlich und musikalisch zu erschließen sollte. Für dieses Projekt, das vom Bistum Mainz finanziert wurde, konnten Autorinnen und Autoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen und aus dem pastoralen Dienst des Bistums Mainz gewonnen werden.

Das stattliche Buch wurde 2022 publiziert (s.u.), fast gleichzeitig mit dem „Schwesterprojekt“ in Salzburg, das Gotteslob-Lieder des Eigenteils für Österreich und Bozen-Brixen präsentiert und weitere Liedbearbeitungen beisteuerte (genau wie umgekehrt) und ebenfalls mithilfe des Materials des Mainzer Gesangbucharchivs erstellt wurde.

Ansgar Franz / Hermann Kurzke / Christiane Schäfer (Hg.)
Die Lieder des Gotteslob.
Geschichte – Liturgie – Kultur

Mit besonderer Berücksichtigung ausgewählter Lieder
des Erzbistums Köln
Stuttgart: Katholisches Bibelwerk 2017, 1314 Seiten

Ein Kommentarwerk, das ausnahmslos alle Lieder eines großen katholischen Gesangbuchs umfassend erschließt, hat es bisher nicht gegeben. Das Buch „Die Lieder des Gotteslob“ präsentiert die 293 Lieder des Stammteils sowie 20 ausgewählte Lieder des Kölner Eigenteils alphabethisch geordnet in ihrer aktuellen Gotteslob-Fassung. Autorinnen und Autoren verschiedener Fachrichtungen (Theologie, Germanistik, Musikwissenschaft), viele davon  ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten des DFG-Graduiertenkollegs „Geistliches Lied und Kirchenlied interdisziplinär“, zeichnen die Lebensläufe der Lieder durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart nach. Dieser Blick in die Wirkungsgeschichte birgt viele Überraschungen. Verschüttetes wird freigelegt: Vergessene Ursprungstexte, einst eingesungene, aber später verworfene Versionen, gestrichene Strophen, verlorengegangene Überschriften, alternative Melodien und vieles andere mehr. Dabei breitet sich ein faszinierendes Panorama der Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte aus.

Bei aller wissenschaftlichen Seriosität zeichnet die Liedportraits ein frischer Ton aus, der die Poesie der Lieder zum Klingen bringt. Besondere Akzente liegen auf den literarischen und liturgischen, religiösen und kulturgeschichtlichen Aspekten.

Es ist ein Buch für alle, die Gottesdienste oder Liedpredigten vorbereiten; für alle, die ein tieferes Verständnis gewinnen wollen von dem, was sie singen; für alle, die interessiert sind an einem religiösen Liedgut, das jahrhundertelang das kulturelle Gedächtnis der Gesellschaft geprägt hat und noch prägt.

Andrea Ackermann, Mainz (AA)
Annette Albert-Zerlik, Frankfurt am Main (AAZ)
Benediktiner in Münsterschwarzach (MS)
Elisabeth Fillmann, Idar-Oberstein (EF)
Ansgar Franz, Mainz (AF)
Siri Fuhrmann, Norderney (SF)
Sabine Gruber, Leipzig (SG)
Anne Harzer, Wackernheim (AH)
Hermann Kurzke, Mainz (HK)
Elke Liebig, Wiesbaden (EL)
Karsten Lorek, Erfurt (KL)
Richard Mailänder, Köln (RM)
Sabrina Niederelz, Mainz (SN)
Ute Nürnberg, Schaffhausen (UN)
Michael Pfeifer, Aschaffenburg (MP)
Franz Karl Praßl, Graz (FKP)
Christiane Schäfer, Mainz (CS)
Michael Schäfer, Speyer (MiS)
Anne Smets, Wahlstedt (AS)
Jakob Steiner, Würzburg (JS)
Franz-Rudolf Weinert, Mainz (FRW)
Alexander Zerfaß, Salzburg (AZ)
Dan Zerfaß, Worms (DZ)

Mechthild Bitsch-Molitor / Ansgar Franz / Christiane Schäfer (Hg.)
Die Lieder des Mainzer Gotteslob.
Geschichte – Musik – Spiritualität
Ostfildern: Grünewald 2022, 1000 Seiten

Verlagsseite mit Leseprobe

»Der Mainzer Eigenteil ist nach meinem Eindruck derjenige, der mit der meisten Kreativität und dem größten theologischen Problembewusstsein erarbeitet wurde« (Liborius Lumma, Liturgisches Jahrbuch 2015). Die Liedauswahl des Mainzer Gotteslob ist geprägt durch unterschiedliche regionale und internationale Strömungen, liebgewonnene Stücke der Mainzer Tradition und zeitgenössische Lieder aus Deutschland und den Nachbarländern.

Im vorliegenden Band erschließen Autorinnen und Autoren aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachrichtungen und aus dem pastoralen Dienst des Bistums Mainz die Lieder textlich und musikalisch. Jedes Lied wird mit seinem eigenen »Lebenslauf« vorgestellt, von den ältesten Quellen bis in die Gegenwart. Besondere Akzente liegen auf den literarischen und musikalischen, liturgischen und religiösen Aspekten. Die wissenschaftlich fundierten und in frischem Ton präsentierten Liedkommentare zeichnen ein faszinierendes Panorama der Kultur- und Frömmigkeitsgeschichte.

Für alle, die Gottesdienste oder Liedpredigten vorbereiten; für alle, die ein tieferes Verständnis gewinnen wollen von dem, was sie singen; für alle, die interessiert sind an dem religiösen Liedgut des Bistums Mainz.

Andrea Ackermann, Mainz
Julia Adams, Mainz
Annette Albert-Zerlik, Mainz
Marco Benini, Trier
Mathias Berger, Mainz
Martin Berker, Dreieich-Isenburg
Mechthild Bitsch-Molitor, Mainz
Tonke Dennebaum, Mainz
Petrus Dreyhaupt OSB, Admont
Tobias Dulisch, Mainz
Ansgar Franz, Mainz
Christoph Freilinger, Salzburg
Daniel Greb, Erfurt
Anne-Dore Harzer, Mainz
Sonja Haub, Mainz
Thomas Hieke, Mainz
Maike Jakob, Bingen
Bischof Peter Kohlgraf, Mainz
Hermann Kurzke, Mainz
Sebastian Lang, Mainz
Martin Lüstraeten, Mainz
Andreas Marti, Schweiz
Monika Müller, Mainz
Philipp Müller, Mainz
Alexander Nawar
Sabrina Niederelz
Peter Planyavsky, Wien
Matej Podstenšek, Maribor
Gertrud Pollak, Mainz
Franz Kalr Praßl, Rom
Christa Reich, Mainz
Christiane Schäfer, Mainz
Karl Scheidhauer, Kaiserslautern
Joachim Schneider, Mainz
Theresa Seitz
Wolfgang Sigler OSB, Münsterschwarzach
Gabriele Spira, Mainz
Hans-Joachim Wahl
Franz-Rudolf Weinert, Mainz
Johannes Zepezauer, Mainz
Alexander Zerfaß, Salzburg