Kirchenmusikalische Übung

Kirchen-Musik für Theologen? - nicht nur, aber in erster Linie!

„Kirchenmusikalische Übung” - eine Übung für Spezialisten? - mitnichten!

  • Alle, die sich beruflich der Verkündigung des Evangeliums verschreiben - also auch Lehramtstudierende -, leihen ihm ihre eigene Stimme.
  • Gefeierter Glaube wird seit jeher hörbar in Musik, ist sie doch nach Rainer Maria Rilke die „Sprache wo Sprachen enden”.

Die Übung bietet ein Forum, in dem Ungeübte mit Erfahreneren anhand unterschiedlichster Beispiele in einen Austausch über die Möglichkeiten und Grenzen dieser Sprache im Kontext der Liturgie treten. Dabei lernten schon manch vermeintlich „Unmusikalische” - ganz nebenbei - den Umgang mit der eigenen Sing-Stimme, oder sich in einem mehrstimmigen Chor zurechtzufinden. Einige sind zu begeisterten „Vigil-Sängern” geworden - einst unvorstellbar!!

Manche dieser in die Jahre gekommenen „Jungstudenten” sind gerade der Übung / Uni entwachsen. Es ist also Platz für Nachwuchs - für Sie!

Veranstaltung im SoSe 2017:

„Biblische Botschaft in Tönen. Kirchenmusik als Interpretin biblischer Texte"

Lehrende:      Mechthild Bitsch-Molitor

Termin/HS:    Di 18:00-19:30 Uhr, Hochschule für Musik, Beethoven-Raum (00-137)

Bestandteil der Übung ist die Teilnahme am liturgie-musikalischen Studientag am Samstag, 10.06.2017.

Inhalt:

Der Verkündigungsschatz, aus dem die Liturgie schöpft, die Hl. Schrift, hält auch Lieder-(Bücher) bereit. Das prominenteste Beispiel dafür ist das Buch der Psalmen. Damit ist ein Grund für das Singen in der Liturgie gegeben, denn Lieder liest man schließlich nicht vor, sondern man singt sie.

Erhebt man in der Versammlung der Feier des Glaubens die Stimme, tut man dies seit alters her in überhöhter Form, da man von Übermenschlichem, Staunenswertem nicht einfach alltäglich sprechen möchte, man kantilliert vielmehr – ein zweiter Grund für das liturgische Singen.

In der Übung soll die Vielfalt der Klang-Formen und -Farben, in die Schriftwort im Laufe der Zeit gekleidet wurden, er-sungen (komplexere Stücke auch ge-hört) werden. Damit verbunden ist eine mehrfache Reflexion: in Bezug auf die liturgische Funktion, auf stilistische, musikalische und praxisrelevante Merkmale.

 

Für weitere liturgie-musikalische Angebote beachten Sie bitte auch die Aushänge an unserem am Schwarzen Brett.